Schlag ins Herz unserer Routen
Am frühen Morgen des 28. Januar wurde Zentralportugal vom stärksten Sturm in der dokumentierten Geschichte des Landes getroffen. Die Windböen erreichten katastrophale Geschwindigkeiten von 208 km/h — vergleichbar mit der Stärke eines Hurrikans der Kategorie drei. Meteorologen bezeichnen dieses Phänomen als „Wetterbombe" mit einer seltenen Eigenheit, dem sogenannten „Sting Jet" — einer kraftvollen, abwärts gerichteten Windströmung, die buchstäblich alles aus dem Weg fegte.
Wie Sie helfen können
Wir sammeln Spenden für die Anschaffung von Ausrüstung zur Räumung der Wälder und zur Wiederherstellung der Radwege in unserer Region. Jeder Euro fließt in den Erwerb von Kettensägen, Schutzausrüstung, Werkzeugen für die Wegeinstandsetzung sowie notwendigen Materialien.
Ihre Unterstützung hilft uns dabei:
Bergrouten in den Serras de Aire e Candeeiros wiederherzustellen
Die atlantische Küstenstraße zwischen Nazaré und São Martinho do Porto zu räumen
Den Zugang zu den kulturellen Routen in Alcobaça wiederherzustellen
Der örtlichen Gemeinschaft zu helfen, sich von der Tragödie zu erholen
Spendendetails: PayPal - info@irondeer.pt
Unsere Region befand sich im Epizentrum der Katastrophe. Die Küstenstädte Nazaré und São Martinho do Porto wurden durch eine Kombination aus orkanartigen Winden und gewaltigen atlantischen Sturmfluten verwüstet. Die historische Stadt Alcobaça, in die wir unsere Gäste zur Besichtigung des berühmten Klosters führten, erlitt durch Wind und Überflutungen schwere Schäden.
Die katastrophalsten Verwüstungen jedoch brachte der Hurrikan über unsere Waldrouten im Gebirge der Serras de Aire.
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Serras de Aire: Ein verlorenes Paradies
Der Naturpark Serras de Aire e Candeeiros war stets das Juwel unserer Radtouren. Kalksteinberge bedeckt von mediterranem Wald, Höhlen, felsige Pfade mit Blick auf den Ozean — dies war das Herzstück unserer Gravel-Routen.
Nun hat sich dieses Paradies in ein Katastrophengebiet verwandelt:
Tausende Bäume, umgerissen durch die Hurrikan-Winde
70 % der Waldfläche in einigen Gebieten zerstört
Pfade, auf denen wir seit Jahren Gruppen geführt haben, sind durch umgefallene Stämme blockiert
Historische Routen durch felsige Landschaften sind unpassierbar geworden
Nach Angaben der Konföderation der Landwirte Portugals erlitt der Forstsektor Verluste in Höhe von 775 Millionen Euro landesweit. Auch die Serras de Aire trugen ihren Teil dieser Zerstörung.
Atlantische Küstenstraße: Zerstörte Schönheit
Die malerische Straße entlang der Küste zwischen Nazaré und São Martinho do Porto — eine unserer beliebtesten Routen für Anfänger und Familien. Meeresblick, gemütliche Strände, Küstendörfer — all das machte diese Route unvergesslich.
Hurrikan Kristin traf die Küste mit beispielloser Gewalt:
Küsteninfrastruktur durch Sturmfluten schwer beschädigt
Straßenabschnitte weggespült und blockiert
Beschilderung und Rastplätze zerstört
Bäume entlang der Strecke umgestürzt, dadurch gefährliche Blockaden
Wir in Nazaré kennen die Kraft des Ozeans — wir haben die riesigen Wellen gesehen, die Surfer aus aller Welt anziehen. Doch was Kristin mit sich brachte, übertraf alle unsere Vorstellungen von der Zerstörungskraft der Natur.
Alcobaça und Umgebung: Kulturerbe in Gefahr
Die Routen zur historischen Stadt Alcobaça — mit ihrem prächtigen Kloster, einem UNESCO-Weltkulturerbe — waren stets das Highlight unserer kulturellen Radtouren. Der Weg durch Obstgärten und traditionelle Dörfer vermittelte unseren Gästen ein Gefühl für das wahre Portugal.
Die Region Alcobaça wurde vom Hurrikan schwer getroffen. Tausende Obstbäume umgerissen, historische Bauwerke beschädigt, Straßen durch umgefallene Bäume und Trümmer blockiert. Die Wiederherstellung wird Monate in Anspruch nehmen.
São Martinho do Porto: Die perfekte Bucht im Belagerungszustand
Auch die geschützte Bucht von São Martinho do Porto, in die wir Familien mit Kindern für ruhige Küstentouren führten, blieb nicht vom Zorn der Natur verschont. Trotz des natürlichen Schutzes der Bucht verursachten orkanartige Winde und Sturmfluten erhebliche Schäden an der Küstenzone und den umliegenden Routen.
Wirtschaftliche Folgen für die Region
Der gesamtwirtschaftliche Schaden für Portugal wird auf mehr als 4 Milliarden Euro geschätzt — über 1 % des Bruttoinlandsprodukts des Landes. Für unsere Region und kleine Unternehmen im Radtourismus könnten die Folgen katastrophal sein:
Touristische Infrastruktur zerstört
Hunderttausende Menschen ohne Strom
Straßen auf unbestimmte Zeit blockiert
Naturrouten müssen vollständig wiederhergestellt werden
Für uns als Fahrradverleih und Radtouren-Anbieter in Nazaré bedeutet dies nicht nur den vorübergehenden Verlust unserer Routen, sondern auch die Notwendigkeit, das gesamte Wegenetz, das wir über Jahre aufgebaut haben, neu zu erschaffen.
Menschliche Tragödie
Hinter den Zahlen stehen reale Menschen. Unsere Nachbarn, unsere Freunde, Mitglieder unserer Gemeinschaft. Offiziellen Angaben zufolge forderte der Hurrikan in Portugal das Leben von mindestens 12 Menschen, und mehr als 1.100 Personen wurden verletzt.
Tausende Familien blieben ohne ein Dach über dem Kopf. Menschen, die mit uns arbeiteten, die unsere Gäste in den örtlichen Cafés von Alcobaça und den Restaurants von São Martinho empfingen — sie kämpfen jetzt ums Überleben.
Eine Kette von Katastrophen
Portugal sah sich nicht nur den Folgen von Kristin gegenüber. Unmittelbar danach kamen die Stürme Leonardo und Marta und verwandelten den Wiederaufbau in einen Kampf gegen ein anhaltendes Unwetter. Überschwemmungen verschärften die Lage in der gesamten Region. Es ist bereits der sechste Hurrikan in Portugal seit Beginn des Jahres 2026.
Klimatologen warnen: Solche extremen Wetterereignisse werden künftig häufiger auftreten. Wir müssen stärker zurückkehren, als wir es zuvor waren.
Wir werden unsere Wege wieder herstellen
Die Radfahrer-Gemeinschaft von Nazaré gibt nicht auf. Wir sind nicht nur ein Unternehmen — wir sind Teil dieses Ortes, dieser Wälder der Serras de Aire, dieser Atlantikküste. Wir werden die Schönheit der Ozeanroute wieder herstellen. Wir werden die Bergpfade räumen. Wir werden der Welt erneut zeigen, warum unsere Region ein Paradies für Radfahrer ist.
Doch dies erfordert ernsthafte Arbeit. Wir benötigen professionelle Ausrüstung für:
Die Räumung tausender umgefallener Bäume auf den Pfaden in den Serras de Aire
Die Wiederherstellung der Routen entlang der atlantischen Küstenstraße
Die Reparatur der Infrastruktur zwischen Nazaré, São Martinho und Alcobaça
Das Schaffen sicherer Bedingungen für Radfahrer auf all unseren Routen
Die Wiederherstellung von Wegmarkierungen und Beschilderung
Gemeinsam werden wir die portugiesischen Radwege wieder herstellen. Gemeinsam werden wir unsere Wälder und Pfade neu beleben. Gemeinsam werden wir zeigen, dass die Gemeinschaft stärker ist als jede Katastrophe.
Mit Respekt und Hoffnung,
Irondeer-Team, Nazaré